Hans-Kauffmann-Stiftung

Leitbild

Ziele

Ziel der Begabtenförderung am Hamburger Konservatorium (Hans-Kauffmann-Stiftung) ist es, hochbegabte bzw. hochleistende Kinder und Jugendliche auf ihrem Weg zur Musik zu unterstützen. Dabei steht nicht allein die Vermittlung exzellenter technischer Fertigkeiten im Mittelpunkt, sondern auch die Entwicklung einer eigenen musikalischen Persönlichkeit. Die Fähigkeit zum kritischen Denken, das Vermögen, sich mit sich selbst und anderen auseinander zu setzen, umfassende Bildung als Grundlage für individuelle, fundierte musikalische Interpretationen sind genauso wie die Fähigkeit zum strategisch sinnvollen Üben unverzichtbarer Bestandteil musikalischer Identität.

Die Aufnahme einer anschließenden musikalischen Berufsausbildung ist für eine Förderung nicht zwingend – die in der Förderung erworbene Wertschätzung von Musik kann auch aus anderen Berufsfeldern in die Gesellschaft zurückwirken.

Breitenförderung – Spitzenförderung

Das Hamburger Konservatorium verbindet eine große Musikschule mit einem Ausbildungsinstitut für Musikberufe. Das Angebot erstreckt sich von der Grundmusikalisierung in Eltern-Kind-Gruppen, der Musikalischen Früherziehung über instrumentalen bzw. vokalen Einzel- oder Gruppenunterricht bis hin zur künstlerischen und pädagogischen Ausbildung in den Studiengängen der Akademie. Diese Kombination ermöglicht einen fließenden Übergang von der Breitenarbeit zur Spitzenförderung. Sowohl das niedrige Einstiegsalter als auch die große Zahl der Unterrichteten gewährleistet ein großes Potential, um Begabungen frühzeitig zu erkennen.

Die Lehrkräfte

Musikalisches Lernen braucht Kontinuität und Stabilität. Die Förderung unterstützt deswegen das Festhalten an vertrauten Lehrkräften. Sie gibt aber auch dann Hilfestellung, wenn Veränderung, Wachstum und Reifung neue Aspekte bedeutsam machen, so dass die Wahl einer neuen Lehrkraft sinnvoll wird.

Am Hamburger Konservatorium stehen künstlerische Persönlichkeiten als Lehrkräfte
zur Verfügung, die aufgrund langjähriger pädagogischer Erfahrung geeignet sind, hochleistende Kinder und Jugendliche zu fördern und zu fordern. Sie stehen ihnen mit fachlich-musikalischem Rat zur Seite und behalten gleichzeitig ihre ganzheitliche Entwicklung im Auge. Viele der unterrichtenden Musikerinnen und Musiker sind durch ihre Zugehörigkeit zu großen Orchestern, der Staatsoper oder den umliegenden Musikhochschulen in das kulturelle Leben der Region eingebunden. Dadurch können sie nicht nur fachlich fundierte Arbeit leisten, sondern auch helfen, Kontakte herzustellen und Perspektiven zu öffnen.

Musikalische Orientierung: vom „ich“ zum „wir“

Eine zweite Säule der Förderung sind punktuelle Angebote: Kurse, Workshops, Freizeiten o.ä. sollen Anregungen, Einblicke und Orientierungen geben und das gemeinschaftliche Erleben fördern. Ein besonderes Anliegen ist deshalb die Förderung von Kammermusik. Dabei ist es wichtig, unterschiedliche Stilistiken zu vermitteln, gemeinsam Neues zu entdecken und so das Spektrum an musikalischen Erfahrungen Schritt für Schritt zu erweitern.

Auftritte

Um Gehör zu finden brauchen Musikerinnen und Musiker ein Publikum – Auftreten will aber auch gelernt sein. Die Begabtenförderung am Hamburger Konservatorium verschafft ihren Stipendiatinnen und Stipendiaten die Möglichkeit, in verschiedenen Rahmen zu konzertieren. Mit dem Orchester des Hamburger Konservatoriums haben die Jugendlichen die Möglichkeit, sowohl Orchesterarbeit kennen zu lernen als auch solistisch aufzutreten.

Individuelle Betreuung – vernetztes Arbeiten

Der Begabtenförderung am Hamburger Konservatorium ist es wichtig, den ganzen Menschen im Blick zu haben. Musikalische (Hoch-)Leistung kann nicht als isolierte Teilfertigkeit betrachtet werden. Die jeweilige Förderung wird so weit wie möglich auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmt. Dabei ist ein guter Kontakt zwischen den unterrichtenden Lehrkräften, den Eltern, der Schule und der Konservatoriums-Leitung wichtig. Ermöglicht wird dies durch den Projekt-Koordinator, der die individuelle Betreuung sicherstellt. Unterstützt wird er dabei von einer Mitarbeiterin für Sekretariat und Verwaltung.