Frühförderung

Mit Eltern

Ohne Eltern

  • Musikalische Früherziehung für Kinder ab 4 Jahren
  • Musik und Bewegung – Rhythmik f. Kinder ab 3 Jahren

Neue Kurse ab September 2017 im Haus Sülldorf

Dienstag, 5.9.2017
Rhythmik f. Kinder - 16.00 Uhr
MFE – 16.00 Uhr

Neue Kurse ab September 2017 im Goßlerhaus

Mittwoch, 6.9.2017
Musikgarten Jahrgang 2014 - 16.00 Uhr
Musikgarten Jahrgang 2015 - 17.00 Uhr
Donnerstag, 2.11.2017
Musikgarten Jahrgang 2016 – 16.00 Uhr

 

Die ersten beiden Stunden sind Probestunden.

Informationen und Anmeldung: Musikschulsekretariat Karin Rosenthal, Tel. 870 877 – 11, Montag-Donnerstag 15.00 – 17.00 Uhr.

Ein Formular für die Anmeldung finden Sie im Menü der Musikschule unter Anmeldeformulare


Musik macht Spaß – und ist gut!

... weil sie Spaß macht und weil man zusammen musizieren kann. Denn Musik teilt Vieles mit, was man mit Worten nicht sagen kann. Dabei kann man Vieles lernen: Singen, Tanzen, Hören, Rhythmusgefühl entwickeln, die Sprache gestalten, Instrumente kennenlernen, darauf spielen und verstehen, wie sie funktionieren. Kinder sind von sich aus musikalisch und haben Spaß an Musik. Das greifen wir auf, machen sie mit den verschiedenen Elementen von Musik vertraut, fördern spielerisch ihre Talente.

Der Unterricht kommt auch der allgemeinen, persönlichen Entwicklung zugute. Die Kinder werden in ihrer Wahrnehmungsfähigkeit gefördert: im Hören, Fühlen, sich selbst und andere wahrnehmen, den eigenen Körper erfahren und lernen, sich passend zur Musik zu bewegen. Sie entwickeln ihre Feinmotorik, denn ein Instrument zu spielen erfordert ein Höchstmaß an feinmotorischer Wahrnehmung und darauf wollen wir die Kinder vorbereiten. Beim Experimentieren mit verschiedenen Materialien, Klängen oder Bewegungen üben sie ihr Reaktionsvermögen, entwickeln ihre Kreativität. Mit der Musik wachsen sie sozial – auch durch Aufgaben, die gemeinsam, allein oder auch zu zweit gelöst werden. Sie üben, etwas zu sagen ohne Worte und schulen so ihr Ausdrucksvermögen. Sie lernen, den Mut aufzubringen, vor anderen etwas zu zeigen, zu improvisieren, Neues zu wagen.

Im Hamburger Konservatorium beginnen schon 2-Jährige Kinder mit einer Begleitperson mit dem Eltern-Kind-Kurs. Hier können sie gemeinsam ein Repertoire an Liedern, Tänzen und Spielen aufbauen, die Anregungen zu Hause aufgreifen und so ihren alltäglichen Umgang bereichern. Für das Kind wird es eine Selbstverständlichkeit, musikalisch durchs Leben zu gehen. Das, was es so früh lernt, bleibt tief verwurzelt. Es ist eine Fähigkeit fürs Leben. Viele Teilnehmer nutzen den Kurs auch als Gelegenheit, sich einmal eine Stunde Zeit nur für das Kind zu nehmen, aber auch um mit anderen aus der Gruppe in Kontakt zu kommen.
Außerdem werden am Haus Rhythmik für Kinder ab 3 Jahren, Musikalische Früherziehung für Kinder von 4 bis 6 Jahren, Chor, Tanz und Instrumentalunterricht angeboten. Die Ausbildung reicht von den ersten Anfängen bis hin zur künstlerischen Reife.

Ich fragte die Eltern meiner Kurse, warum sie mit ihren Kindern überhaupt hierher kommen:
Viele Eltern wünschen sich, dass ihre Kinder angemessen gefördert werden - über das hinaus, was sie selbst leisten können, musikalisch, wie auch in allgemeiner Hinsicht. Ansonsten bekam ich hauptsächlich Antworten wie diese: „Mein Kind liebt diesen Unterricht!“ „Weil schon Geschwister gern dabei waren und die Kleinen das nun auch wollen.“ „Weil die Erwachsenen zu wenig Musik machen.“ „Weil es Spaß macht!“

Musik gehört in jede Familie!

Maria Ebert

Was ist Rhythmik?

Rhythmik basiert auf der Wechselwirkung von Musik und Bewegung

Sie ist vor mehr als 100 Jahren aus dem Grundgedanken entstanden, Musikalität zu schulen. Jacques Dalcroze, Professor am Genfer Konservatorium, Komponist und Pianist, suchte eine Methode, musikalische Strukturen für seine Studenten erlebbar zu machen und entdeckte, dass sich musikalische Fähigkeiten durch bestimmte Bewegungsübungen sehr wirksam verbessern.

Das Lernen über die Bewegung ist wissenschaftlich nachgewiesen die grundlegende Form des Lernens.

In der Rhythmik gibt es 4 Pädagogische Schwerpunkte

1. Musikerziehung
ganzheitliches Erleben von Musik und Elementen der Musiklehre, Singen, Hören, Sprechen, Instrumentalspiel, Improvisation

2. Bewegungserziehung
Grundbewegungen, Improvisation, Tanz, Grob- und Feinmotorik, Koordination, Geschicklichkeit, Gleichgewicht, Aufrichtung, Ausdauer, Ökonomie, Kraft, individueller Bewegungsausdruck

3. Ästhetische Erziehung
Wahrnehmungsschulung: fühlen, sehen, hören - das heißt die Erlebnisfähigkeit fördern, schöpferisch sein, produktiv denken und handeln lernen (erfassen, vergleichen, einordnen, reagieren, erinnern, benennen, einschätzen, experimentieren und gestalten)

4. Soziale Erziehung
sich selbst und die anderen wahrnehmen, Führen und Folgen können, Allein - zu Zweit - als Gruppe handeln, Charaktere, Stimmungen, Gefühle wahrnehmen und mit verschiedenen Medien ausdrücken können, Regeln einhalten, eigene Fähigkeiten einschätzen lernen

Die Arbeitsweise...

... entspricht dem natürlichen Lernen der Kinder: Lernen durch Tun, mit allen Sinnen.
Das macht Spaß!

Experiment: verschiedene Möglichkeiten ausprobieren, erforschen, differenzieren
Imitation: lernen von anderen Kindern und vom Lehrer
Spiel:

mit Regeln oder bestimmten Abläufen, Rollenspiele, Funktions- und Konstruktionsspiele

Bewegung: ist die Grundlage kindlichen Lernens. Sie spielt eine zentrale Rolle in der Entwicklung des Denkens und der Intelligenz.
Musik: als Gruppe oder solo musizieren, Klänge erfahren (deren Energie, Spannung, Bewegung, Farbe, Dichte), sich berühren lassen, verzaubern und begeistern, eintauchen in Stimmung und Atmosphäre

Das Wort „Rhythmik" kennzeichnet die Arbeitsweise im Unterricht, denn „Rhythmus“ bedeutet Spiel mit Gegensätzen, Beziehungen, deren Extreme und Ausgleich, Ordnung und Gesetzmäßigkeiten.

4 Parameter bestimmen die Arbeit der Rhythmik:

1. Raum
  • Hoch-Tief, Entfernung, Richtung, Wege, Formen
2. Zeit
  • Schnell – Langsam, Kurz – Lang
3. Kraft
  • Schwer – Leicht, Kraftdosierung, Dynamik/Lautstärke
4. Form
  • Wiederholung, Variation, ...
  • Form entsteht aus dem Zusammenspiel von Raum, Zeit + Kraft

Themen können sein: Verse, Lieder, Märchen, Materialien, Instrumente, musikalische Gegebenheiten und Musiken, Bilder, jahreszeitlichen Themen, ...

Rhythmik ist ein fächerübergreifendes künstlerisches Fach

  • Der Rhythmikunterricht fördert das Kind durch die individuelle und vielschichtige Ansprache in seiner Persönlichkeit. Qualifikationen wie Kreativität, Expressivität, Einfühlungsvermögen und Flexibilität, Aufmerksamkeit, Orientierung in Raum und Zeit, Kommunikation und Interaktion werden gefördert.
  • Es bestehen Verbindungen zu Tanz, bildender und darstellender Kunst, wie auch zur Heilpädagogik.
  • Selbstvertrauen und eine positiven Einstellung zum eigenen Können sollen wachsen.

“Konzentriertes Hineinversetzen und ganzheitliches Nachvollziehen von Musik, identifizierendes Musikhören und hingebungsvolles Musikerleben vermögen die allgemeine Wahrnehmungs- und Erlebnisfähigkeit zu entfalten, Spannung und Angst abzubauen, psychisch zu entlasten und Gefühle der Geborgenheit zu vermitteln.“
(Hermann Rauhe)

Rolle in der Musikschule

Instrumentalunterricht wird konkret vorbereitet bzw. begleitet, darüber hinaus ist Rhythmik von allgemein pädagogischem Wert.

  • Musik wird auf vielfältige Weise erlebt und geübt - Schlüssel zur „Musikalität“
  • Kinder lernen, effektiv und konzentriert zu Lernen und zu Üben
  • motorische Fähigkeiten werden verbessert
  • Sensibilität im Zusammenspiel wird gefördert
  • Kennenlernen verschiedener Instrumente und Schallerzeugung
...weitere Bereiche:
  • Begriffsbildung, Sprachförderung
  • Förderung der Konzentration, Kognitive Schulung, vorstellen und vorausdenken
  • Persönlichkeitsbildung